Chronologie
Benefizkonzert "Azadi"
Herzliche Einladung zum Benefizkonzert "Azadi"
Datum: 24.03.2025
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Ort: Studio Werkhaus | Nationaltheater Mannheim
Adresse: Mozartstraße, 68161 Mannheim
Politisches Speed-Dating "Refugees welcome – Beim Wort genommen"
Herzliche Einladung zum politischen Speed-Dating
"Refugees welcome – Beim Wort genommen"
am 7.11.2024 um 19:00 Uhr in der Abendakademie Mannheim.
Festung Europa als Gefahr für unsere Demokratien?
"Salon-Gespräche" mit Bürgermeister Thorsten Riehle, Anne Ressel, Christian Holtzhauer, Hüseyin Ertunç, Gjentile Bajra und Dr. Boniface Mabanza (Impulsvortrag u. Moderation)
Am 30.4.2024 um 19:00 Uhr in der Abendakademie Mannheim
Nie wieder ist jetzt! Demokratie und Vielfalt erhalten!
Es wird höchste Zeit, dass wir gemeinsam für Demokratie und Vielfalt einstehen und denen Stopp zurufen, die mit Geheimplänen von Deportationen und menschlicher Verachtung zurück in ein überwundenes völkisches Zeitalter wollen.
Wir alle müssen aufstehen gegen Rechtsextremismus und gemeinsam die aufhalten, die nicht erst seit dem von correctiv aufgedeckten Geheimtreffen eine reale Gefahr für unsere Demokratie sind. Wenn wir jetzt nichts tun, kann es morgen zu spät sein. Eine Wiederholung der Geschichte kann und darf nicht sein.
Wir stellen uns klar an die Seite der Menschen, die als Teil unserer Gesellschaft hier leben und so unsere Region bereichern! Egal ob mit oder ohne deutsche Staatsbürgerschaft. Pläne zur Erschwerung der Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft lehnen wir entschieden ab.
Wir rufen auf, sich an der Kundgebung zu beteiligen und gemeinsam ein deutliches Zeichen zu setzen:
Wir sind mehr und wir stehen für unsere Demokratie ein. Nie wieder ist jetzt! Demokratie und Vielfalt erhalten! Kundgebung am Samstag, dem 27.1.2024 um 16:00 Uhr am Alten Meßplatz in Mannheim-Neckarstadt
Antisemitismus, Rassismus und andere menschenfeindliche Parolen und Transparente haben auf unserer Kundgebung nichts verloren! Nationalflaggen und -symbole sind nicht erlaubt. Wir demonstrieren alle gemeinsam friedlich gegen Rechts.
Initiator*in des Aufrufs: Zahra Alibabanezhad Salem und Gerhard Fontagnier
Preisverleihung „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ 2023
Das Bündnis "Sicherer Hafen Mannheim" ist 2023 im bundesweiten Wettbewerb "Aktiv für Demokratie und Toleranz" der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) als "vorbildlich" eingestuft und mit einem Preisgeld von 4.000 Euro ausgezeichnet worden. Insgesamt gingen 300 Bewerbungen ein, von denen 65 ausgezeichnet wurden. In Baden-Württemberg wurden fünf Projekte ausgezeichnet. Mehr Informationen finden Sie hier und hier.
Wir haben das Preisgeld an folgende NGOs, die sich an den EU-Außengrenzen für geflüchtete Menschen einsetzen, weitergegeben:
ELIL – European Lawyers In Lesbos (https://www.europeanlawyersinlesvos.eu/griechenland)
IHA – INTEREUROPEAN HUMAN AID ASSOCIATION (https://www.iha.help/de/ueber-uns)
ALARMPHONE (https://alarmphone.org/de/ueber-uns/)
United4rescue (https://united4rescue.org/de/logbuch/grupa-granica-solidaritaet-im-grenzgebiet/)
Verlängerung der Schiffspatenschaft
Im Dezember 2023 beschloss der Mannheimer Gemeinderat, die Patenschaft für die Seenotrettungsorganisation SEA EYE e.V. um zwei weitere Jahre (2024 u. 2025) zu verlängern und die bisherige Fördersumme von jährlich 5.000 Euro zu verdoppeln auf jährlich 10.000 Euro.
Diskriminierung per Gesetz?
Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Niemand darf z.B. aufgrund seiner Herkunft benachteiligt oder bevorzugt werden. So der Anspruch aller demokratischen Staaten. Die Praxis sieht für geflüchtete Menschen oft anders aus. Der Europarat und Menschenrechtsorganisationen weisen immer wieder auf massive Gesetzesverstöße beim Umgang mit Geflüchteten hin.
Der Rechts- und Politikwissenschaftler Maximilian Pichl geht einen Schritt weiter und stellt die Frage, inwiefern Ungleichbehandlung und Diskriminierung bereits in unseren Rechtsnormen verankert sind. Am Beispiel der Situation an den EU-Außengrenzen sowie Drittstaatsangehörigen aus der Ukraine erläutert er, auf welche Weise sich Formen rassistischer Gesetzgebung zeigen. Im Anschluss an den Vortrag folgt eine Diskussion über Handlungsmöglichkeiten gegen die Diskriminierung per Gesetz.
Als Gesprächspartner angefragt: OB Dr. Peter Kurz
Ort: Abendakademie (Saal im EG), U1 16-19, Mannheim
Zeit: Mittwoch 10. Mai 2023 um 19:00 Uhr
Warum müssen wir geflüchtete Menschen retten und aufnehmen? Szenisch-musikalische Lesung und Analyse
Wir wollen mit dem Experten für Flucht und Migration, Dr. Kerem Schamberger, von Medico International der Frage nachgehen, welche Ursachen die massiven, zunehmenden Fluchtbewegungen haben, was unser Anteil an den Fluchtgründen ist und welche Wege eingeschlagen werden müssen, um Fluchtursachen tatsächlich und nachhaltig einzudämmen.
Schauspieler*innen lesen Gedichte von Pablo Nerdua, Nazim Hikmet u.a.
Die Musikerin Cham Saloum begleitet auf der Oud.
Ort: Dalberghaus, N3 4, 68161 Mannheim
Zeit: 27. Oktober 2022 um 19:00 Uhr
Route 4 - Dokumentation einer furchtbaren Reise: Filmvorführung und Diskussion
Die Stadt Mannheim hat sich 2019 zum "Sicheren Hafen" erklärt, gehört sei 2021 der "Internationalen Allianz Städte Sicherer Häfen" an und hat 2022 eine Patenschaft für das zivile Senotrettungsschiff Sea Eye 4 übernommen, verbunden mit einer jährlichen Unterstützung von 5.000 Euro. Damit setzt Mannheim ein klares Zeichen für die Rettung von Menschen auf der Flucht.
Wie aber geht es mit den geretteten Menschen weiter? Wo und wie finden sie Aufnahme?
Ein Filmteam hat das Sea-Eye-Rettungsschiff "Alan Kurdi" auf vier tief beeindruckende Rettungsmissionen begleitet und den Dokumentarfilm "Route 4- A dreadful Journey" gedreht. Im Anschluss an den Film berichtet ein Crew-Mitglied der "Sea-Eye 4" über seine Einsätze. Die Asyl-Pfarrerin Inse Fischer beschreibt die Seebrücke-Kampagne "Sicherer Hafen Baden-Württemberg".
Zur Diskussion steht (u.a.), wie das im Koalitionsvertrag vereinbarte Landesaufnahmeprogramm für geflüchtete Menschen umgesetzt werden kann.
Ort: Mannheimer Abendakademie (Saal im EG),
U1 16-19, 68165 Mannheim
Zeit: 25. Oktober 2022 um 19:00 Uhr
Film: "Route 4 - A Dreadful Journey",
D 2021, R: Martina Chamrad, 54 Min., FSK 12 J.
Mit: Herbert Butz (Sea-Eye Heidelberg), einem Crew-Mitglied von "Sea-Eye 4", Ines Fischer (Asylpfarrerin Prälatur Reutlingen, engagiert in der Seebrücke Kampagne "Sicherer Hafen Baden-Württemberg")
Neuanfang in der Migrationspolitik: Gleiche Rechte für alle Flüchtlinge?
„Wir wollen einen Neuanfang in der Migrations- und Integrationspolitik gestalten, der einem modernen Einwanderungsland gerecht wird“,
versprach die Bundesregierung 2021. Was hat sich für geflüchtete Menschen in Deutschland bisher tatsächlich verbessert? Wie können wir den Neuanfang (z.B. beim Familiennachzug) beschleunigen? Gelten für alle Geflüchteten die gleichen Rechte? Oder entwickelt sich gerade ein Zwei-Klassen-System für Flüchtlinge in Deutschland?
Der Flüchtlingsexperte und Jurist Jürgen Blechinger vom Diakonischen Werk Baden setzt sich kritisch mit den derzeitigen Entwicklungen in der Migrationspolitik auseinander und steht für Fragen zur Verfügung.
Es werden vegane und vegetarische Speisen sowie Getränke angeboten.
19. Mai 2022 um 18:00 Uhr
Justus-von-Liebig-Schule · Neckarpromenade 42 · Mannheim
Referent: Jürgen Blechinger, Flüchtlingsexperte und Jurist
vom Diakonischen Werk Baden
Mannheim übernimmt Schiffspatenschaft
Am 14.12.2021 beschloss der Mannheimer Gemeinderat in seiner Haushaltssitzung, für 2022 und 2023 eine Schiffspatenschaft für das Seenotrettungsschiff SEA-EYE 4 von Sea-Eye e.V. zu übernehmen. Die Stadt Mannheim unterstützt den Verein Sea-Eye mit jährlich 5.000 Euro. Mitte 2023 wird die Patenschaft evaluiert und über eine Fortsetzung entschieden.
Unser Bündnis "Sicherer Hafen Mannheim" hatte die Patenschaft angeregt, die Grünen stellten den Antrag im Gemeinderat und erhielten Unterstützung von SPD und LI.PAR.Tie.
Wir freuen uns, dass Mannheim mit diesem Beschluss einen aktiven Beitrag zur zivilen Seenotrettung von geflüchteten Menschen leistet und ein Zeichen für deren Entkriminalisierung setzt!
Appell an OB Kurz und MP Kretschmann
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Kurz und Herr Ministerpräsident Kretschmann,
seit Wochen schauen wir zu, wie an der polnisch-belarussischen Grenze tausende geflüchteter Männer, Frauen und Kinder feststecken – bei Eiseskälte, ohne ausreichend Verpflegung, ohne Hilfe. Polnische Sicherheitskräfte hindern die Menschen daran, die Grenze zu passieren. Bei Grenzübertritten werden sie gewaltsam zurück auf die belarussische Seite gebracht. Wir wissen bereits von ersten Toten.
Seit einiger Zeit erleben wir an den EU-Außengrenzen – und in Polen nunmehr sehr offensichtlich – völker- und europarechtswidrige Pushbacks. Geflüchteten wird systematisch das in der Genfer Flüchtlingskonvention verbriefte Recht auf Schutz und Asyl verwehrt, selbst die UN-Kinderrechtskonvention ist ausgesetzt.
Diesen Zustand dürfen wir nicht tatenlos hinnehmen!
Deshalb bitten wir Sie, der noch geschäftsführenden sowie der künftigen Bundesregierung öffentlich mitzuteilen, dass das Land Baden-Württemberg bereit ist, Geflüchtete aus dem polnisch-belarussischen Grenzgebiet aufzunehmen!
Mit freundlichen Grüßen
Bündnis „Sicherer Hafen Mannheim“
Wahlprüfsteine Bundestagswahl
Zur Bundestagswahl am 26. September 2021 stellten wir den Mannheimer Bundestagwahlkandidat*innen Fragen zu den Themen „Flucht nach Europa - Menschenrechtsverletzungen an Europas Grenzen“ und „Schutz von Geflüchteten in Deutschland. Geantwortet haben Gökay Akbulut (Die Linke) und Konrad Stockmeier (FDP).
Gewaltschutzkonzept LEA
Mannheim wird voraussichtlich ab Mitte/Ende des Jahres 2022 wieder Sitz einer Landeserstaufnahme (LEA) sein. Wir sehen deshalb die Notwendigkeit für ein an die Örtlichkeit angepasstes Gewaltschutzkonzept, welches gemeinsam mit den Akteur*innen vor Ort erarbeitet werden muss. Zudem muss die Stadt Mannheim auf dessen Entwicklung Einfluss nehmen. Dafür setzen wir uns ein.
Landesaufnahmeprogramm
Die Landesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag die Umsetzung eines Landesaufnahmeprogramms für geflüchtete Menschen beschlossen. Wir erwarten, dass den Worten taten folgen, und sind im Gespräch mit diversen Politiker*innen.
Mannheim tritt der internationalen Allianz "Städte Sicherer Häfen" bei
Ende Juni 2021 fand in Palermo die internationale Konferenz „From the Sea to the City – A conference of cities for a welcoming Europe“ statt. Due Teilnehmer*innen schlossen sich zur „Internationalen Allianz Städte Sicherer Häfen“ zusammen und verabschiedeten eine gemeinsame Erklärung mit Forderungen an die europäischen Institutionen und nationalen Regierungen. Die Stadt Mannheim nahm an dieser Konferenz teil und schloss sich der Allianz an. Wir fragen die Stadt Mannheim nun, welchen Beitrag sie leisten kann und will, damit die in der Erklärung formulierten Forderungen erfüllt werden.
https://www.potsdam.de/sea-city-potsdam-uebernimmt-patenschaft-zur-lebensrettung-im-mittelmeer; https://staedte-sicherer-haefen.de/; https://www.potsdam.de/sites/default/files/documents/erklaerung_der_staedte_und_zusatzerklaerung.pdf und https://fromseatocity.eu/
Zusammenschluss des Bündnisses
Das zivilgesellschaftliche Bündnis „Sicherer Hafen Mannheim“ ist ein Zusammenschluss von derzeit 40 Mannheimer Einrichtungen und Organisationen. Initiiert wurde es im März 2019 von Save Me Mannheim und Seebrücke Mannheim. Die beiden Initiativen suchten nach Gleichgesinnten, die die Forderung an die Stadt Mannheim, sich zum Sicheren Hafen zu erklären, unterstützen würden – und rannten offene Türen ein. Innerhalb kürzester Zeit hatten sich zahlreiche namhafte Mannheimer Einrichtungen und Organisationen gefunden, die sich bereit erklärten mitzumachen.
Unser Ziel, Mannheim zum „Sicheren Hafen“ zu machen, haben wir erreicht – und beschlossen, gemeinsam weiterzumachen.
Pressekonferenz auf dem Neckar
Mit einer gemeinsamen Erklärung traten wir am 12. April 2019 an die Öffentlichkeit und forderten bei einer Pressekonferenz auf der „Wichern“, dem evangelischen Kirchenschiff für Schifferseelsorge, den Mannheimer Gemeinderat auf, sich per Beschluss der bundesweiten Seebrücke-Kampagne „Sicherer Hafen“ anzuschließen und sich Land und Bund gegenüber bereit zu erklären, aus Seenot gerettete Geflüchtete aufzunehmen. Zahlreiche Pressevertreter*innen waren anwesend und berichteten.
Demonstration der Forderungen
Am 21. Mai 2019 wiederholten wir unsere Forderung anlässlich einer Hauptausschusssitzung des Mannheimer Gemeinderat, in dem entsprechende Anträge von SPD, FDP, Bündnis90/Die Grünen und Die Linke behandelt wurden. Wir empfingen die Stadträtinnen und -räte vor der Sitzung im Stadthaus mit Transparenten und erinnerten daran, dass auch Mannheim in der humanitären und völkerrechtlichen Verantwortung steht. Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz überreichten wir unsere Bündnis-Erklärung.
Mannheim ist ein "Sicherer Hafen"
Am 9. Juli 2019 war es so weit: Mannheim erklärte sich per Gemeinderatsbeschluss zum „Sicheren Hafen“. Oberbürgermeister Peter Kurz teilte der Bundesregierung schriftlich mit, dass die Stadt Mannheim sich bereit erklärt, „aus Seenot gerettete Menschen, beispielsweise von einem zivilen Seenotrettungsboot, direkt aufzunehmen und unterzubringen.“
Wir hatten unser Ziel erreicht. Doch nun ging und geht es darum, den Beschluss umzusetzen. Wie schaffen wir es, dass tatsächlich Flüchtlinge nach Mannheim kommen können? Unser nächstes Etappenziel: Die Stadt Mannheim soll sich dem bundesweiten Bündnis „Städte Sicherer Häfen“ anschließen. „Städte Sicherer Häfen“ fordert in seiner „Potsdamer Erklärung“ die „schnellstmögliche Zusage“ der Bundesregierung, Flüchtlinge auch tatsächlich aufnehmen zu dürfen.
Benefiz-Veranstaltung für Sea Watch
Am 16. November 2019 organisierte das Bündnis eine Benefiz-Veranstaltung zugunsten der zivilen Seenotrettung in der Mannheimer CityKirche Konkordien. Die künstlerischen Beiträge stammten alle von Bündnispartner*innen. Manuel Spagl, Rettungssanitäter und Medizinstudent, berichtete sehr eindrücklich von seinen Einsätzen auf der Sea-Watch. 2.200,– Euro Spendeneinnahmen gingen an Sea Watch e.V.
Winterhilfe für Geflüchtete in Griechenland
Ebenfalls im November 2019 riefen wir zu einer Sachspendenaktion für Schutzsuchende auf den griechischen Inseln auf: 28 Paletten mit zirka 400 Kartons Winterjacken, Isomatten, Decken, Zelten und Windeln gingen in enger Zusammenarbeit mit Heimatstern e.V. mit einem eigenen Transporter direkt nach Griechenland.
50 zusätzliche Geflüchtete für Mannheim
Am 28. Februar 2020 teilte uns OB Peter Kurz mit, er habe den Bundes- wie Landesinnenminister darüber informiert, dass die Stadt Mannheim bereit sei, 50 zusätzliche Geflüchtete aufzunehmen. Die GBG – Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH sowie der städtische Fachbereich Arbeit und Soziales würden geeignete Unterkünfte zur Verfügung stellen.
In einer Stellungnahme appellierte das Bündnis an die Verantwortlichen der Stadt Mannheim, ein Integrationskonzept zu entwickeln und das Kontingent von 50 Geflüchteten aufzustocken.
Mannheim schließt sich dem Bündnis "Städte Sicherer Häfen" an
Nach zahlreichen Gesprächen, die wir mit den Fraktionen im Gemeinderat führten, trat die Stadt Mannheim am 19. Mai 2020 per Beschluss dem Bündnis „Städte Sicherer Häfen“ bei.
Landesweiter Appell
Die Direktaufnahme von Flüchtlingen ist auch über ein „Landesaufnahmeprogramm für besonders schutzbedürftige Geflüchtete“ (LAP) möglich. In Baden-Württemberg hat es ein solches 2015 für 1.100 Jesidinnen aus dem Nordirak gegeben. Da im Frühjahr 2020 unsere Appelle an Ministerpräsident Kretschmann und die Landesregierung bezüglich eines LAP ebenso erfolglos waren wie unsere Gespräche mit den Grünen im Landtag, forderten wir am 6. Juli 2020 die zehn Oberbürgermeister der Baden-Württembergischen „Städte Sicherer Häfen“ auf, die Landesregierung in einer gemeinsamen Aktion zu einem LAP zu bewegen.
Vernetzung der "Sicheren Häfen" Baden-Württemberg
Rottenburgs Oberbürgermeister nahm den Ball auf und lud seine Kollegen am 31. Juli 2020 zu einem Treffen ein, um ein landesweites Netzwerk ins Leben zu rufen und die Idee unseres Bündnisses, gemeinsam ein LAP zu fordern, zu erörtern. Das Treffen fand im Dezember 2020 statt. Seitdem finden regelmäßig Zusammenkünfte statt. Mannheim ist mit der Flüchtlingskoordinatorin Daphne Hadjiandreou-Boll vertreten, die uns über Pläne und Aktivitäten des Netzwerkes „Städte Sicherer Häfen“ informiert.
(Exit)Happyland
Im Rahmen der Mannheimer einander.Aktionstage war unser Bündnis im Oktober 2020 Kooperationspartner der Film- und Gesprächsveranstaltung „(Exit)Happyland“ des Jungen Nationaltheaters, die wiederum Teil des NTM-Themenwochenendes „Gesetz der Freiheit“ war.
Schaufenster im Haus der Katholischen Kirche
Von Ende Oktober bis Ende November 2020 stellten wir in den Schaufenstern der Katholischen Kirche Mannheim Fotos aus dem Lager Moria/Lesbos (vor und nach dem Brand) aus, „flankiert“ von passenden Gesetzestexten, Artikeln und Bibelzitaten sowie einem Zelt und Aschehaufen.
"Sicherer Hafen" im digitalen Salon des Nationaltheaters
Am 10. März 2021 widmete sich Veranstaltungsreihe „Zoom gemacht! – Der digitale Salon“des Nationaltheaters Mannheim, in Kooperation mit dem Bündnis „Sicherer Hafen Mannheim“, dem Thema „Flucht und Asyl“. Es wurde erörtert, was Mannheim zu einem Sicheren Hafen macht, welche Organisationen und Initiativen daran kontinuierlich arbeiten, und was noch fehlt.
Wahlprüfsteine zur Landtagswahl
Zur Landtagswahl am 14. März 2021 fragten wir die Mannheimer Landtagswahlkandidat*innen, was sie tun werden, um eine eigenständige kommunale Aufnahme von geflüchteten Menschen zu erreichen, ob bzw. wie sie sich für ein Landesaufnahmeprogramm einsetzen werden, wie sie zur zivilen bzw. staatlich organisierten Seenotrettung stehen, welche Pläne sie haben, um die Teilhabe-Chancen geflüchteter Menschen zu verbessern und wie sie Städte dabei unterstützen werden. Wir erhielten Antworten von Dr. Boris Weirauch (SPD), Elke Zimmer (Bündnis 90/Die Grünen), Isabell Fuhrmann/Sven Metzmaier (Die Linke) sowie Florian Kußmann (FDP).
Asyl - nur noch auf dem Papier?
Am 22. Juli 2021 war Jürgen Blechinger, Jurist und Fachmann für Flucht und Migration beim Diakonischen Werk Baden, bei uns zu Gast und warf in seinem Vortrag an der Justus von Liebig-Schule einen kritischen Blick auf den Entwurf des "New Pact on Migration and Asylum“ der EU.